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Behinderung beginnt nicht bei hohen Stufen. Sie beginnt mit der Sprache. Damit geistig behinderte und sprachlich benachteiligte (Neu-)Bürger alle Rechten und Pflichten unseres demokratischen Staatswesens nutzen können, müssen diese für sie verständlich formuliert sein. „Zielgruppengerechte Sprache“ ist das Stichwort hierzu. Die Verfassung gebietet die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz. Alle Bürger und Bürgerinnen sollten gleiche Chancen auf Verständnis von Informationen, Regeln, Gesetzen und Angeboten in diesem Land haben. Dies ist keineswegs immer der Fall.

Mit unseren Übersetzungsangeboten wollen wir dazu beitragen, dass Diversität nicht mit mangelnder Teilhabe an Freiheit und Rechten bezahlt werden muss.
Die UN-Behindertenrechtskonvention bildet hier den transnationalen Bezugspunkt. Die für Deutschland gültige Regelung findet sich in der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0).
7,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als funktionale Analphabeten. Für sie ist die Leichte Sprache ein existentielles Lebensmittel.

Außerdem leben in Deutschland ca. 13 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, die beim Lesen und Schreiben das Endniveau der Grundschulzeit nicht erreichen. Typischerweise vermeiden sie das Lesen und Schreiben, wo immer dies möglich ist (leo. – Level-One Studie, 2011). Leichte oder Einfache Sprache bietet ihnen die Chance zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe.