Einfache Sprache

Es gibt bislang keine Definition für Einfache Sprache. Manchmal ist auch von Bürgernaher Sprache oder Bürgernaher Verwaltungssprache die Rede. An anderer Stelle wird diese extra rubriziert – was aus unserer Sicht wenig sinnvoll ist, da das Zuordnungs-Wirrwarr nur größer wird. Sie verzichtet – anders als Leichte Sprache – nicht auf Komplexität, meidet jedoch Fachterminologie und exotische Fremdwörter wo immer dies möglich ist. Passivkonstruktionen sind eher selten und endlose Folgen von Nebensätzen werden aufgelöst. Man könnte einfach auch von gutem Schreibstil sprechen, der bürokratische Formulierungen meidet. Einfache Sprache macht komplexe Inhalte aus unterschiedlichsten Themengebieten auch den Nicht-Fachleuten zugänglich.
Somit wäre die Nutzung Einfacher Sprache für fast alle ein Gewinn. Wobei der Wert von Fachterminologie für Diskurse innerhalb von wissenschaftlichen Zirkeln außer Frage steht.

Zielgruppen für Einfache Sprache sind:

  • Laien, die an einem akademischen oder sonstigem Fachgebiet Interesse haben.
  • Bürger, die Verordnungen und Erlasse des Staates verstehen und beherzigen wollen/sollen.
  • Migranten, die noch keine volle Sicherheit im Umgang mit ihrer neuen Heimatsprache haben.
  • Verbraucher, die über Eigenheiten und mögliche Gefahren von Produkten und Dienstleistungen informiert werden müssen.
  • Bürger und Verbraucher, die sich nicht mit dem „Übersetzen“ von unnötig komplizierten Texten beschäftigen möchten
  • Menschen, die sich nur selten und zwangsweise mit Lesen beschäftigen.